Fachtag „Tanz und Care“ am 28. Juni 2026 in Ulm
Der Fachtag „Tanz & Care“ griff Impulse des Symposium „Tanz und Elternschaft“ des Tanzbüro München (Tanz-Allianzen) vom September 2025 auf. Der Bedarf ist groß, auch in Baden-Württemberg. 22 Tänzerinnen, Choreograf:innen, Dramaturg:innen und Pädagog:innen beschäftigten sich mit der Frage, welche strukturellen Veränderungen nötig sind, damit Elternschaft und Care-Arbeit kein Karrierehindernis sind. Ebenso ging es darum, wie Perspektivwechsel gelingen und Elternschaft als kreative Ressource sowie Motor für gerechtere Arbeits- und Lebensmodelle genutzt werden kann. Beiträge kamen unter anderem von Emi Miyoshi und Anna Kempin vom Shibui Collective (Freiburg). Das Kollektiv Mütterkünste aus Baden-Württemberg belebte den Diskurs mit einem partizipativen Format. Julie Pécard und Jonas Frey aus Mannheim waren unter den Panelgästen beim Erfahrungsaustausch zu individuellen Familien- und Arbeitsmodellen. Es moderierte Tina Mess vom Tanzbüro München.
Noch immer kommt es vor, dass Tänzer*innen nach Schwangerschaft Verträge verlieren. Freischaffende finden nach der Babypause schwer zurück und stehen unter hohem, auch finanziellem Druck. Nötig sind u. a.: gesellschaftliche Anerkennung von Care-Arbeit, Care-Budgets in Förderungen, kinderfreundliche Residenzen, inklusivere Veranstaltungen, Stipendien für Wiedereinstieg und Mutterschutz für Freiberufliche.
Weiterführende Links hat der Dachverband Tanz Deutschland hier zusammengestellt.